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Dienstag, 3. November 2020

Herbst bei den Ponys

 

Foto von Anja (vielen Dank) Arwakr mit Clarence

Es gab ja im September noch ein paar schöne Tage, so dass noch das eine oder andere Foto entstanden ist. Aber sonst ist es schon herbstlich bei uns geworden. Das Gras ist auch nicht mehr besonders lecker und die Koppeln sind mächtig kurz gefressen. Dafür sind die Bäuche dick und die Dicken noch ein bisschen dicker geworden. Winterspeck gibt es nicht nur beim Menschen.


 

Maverick

Wir haben deswegen schon mit der Heufütterung angefangen. Das ist sehr früh für unsere Verhältnisse. Normalerweise beginne ich damit erst im Dezember. Aber durch das trockene Frühjahr und den letzten trockenen Sommer, haben die Koppeln einfach gelitten und der Aufwuchs ist nicht so schnell und so dicht wie in den anderen Jahren erfolgt. Das macht sich jetzt bemerkbar.


 

Clarence und Wolfram

Wir sind aber gut mit Heu eingedeckt, so dass mir das keine Sorgen macht. Zwei Fohlen, der Maverick und der Clarence werden uns noch in diesem Jahr verlassen. Auch schlägt sich auch im Heuverbrauch nieder. Jetzt ist es regnerisch. Und auch wenn es mich persönlich nervt durch nasses Gras zu stapfen, will ich mich doch nicht beklagen. Alles ist gut, was die Wasserspiegel wieder steigen lässt. 

Wolfram hat immer noch keinen Pass. Es gab wohl ein Problem bei der Feststellung der Abstammung. Das kann schon mal vorkommen. Da ich ihn sowieso in diesem Herbst noch nicht verkaufen möchte, ist das auch in Ordnung.

Dienstag, 20. Oktober 2020

Das Teilen meiner Ernte

 

Dieses Jahr haben wir wieder reichlich Äpfel. Kirschen und Birnen waren auch schon viele da. Und die Quitten werden noch kommen. Aber wie jedes Jahr ist die Ernte nicht für mich alleine.

In diesem Jahr habe ich vor allem mit den Staren geteilt. In riesigen Schwärmen sind sie schon über meine Kirschen hergefallen und jetzt dann auch noch mal über meine Apfel- und Birnenbäume. Die Früchte sind manchmal nur ein bisschen angepickt, aber manche sind regelrecht leer gefressen.

Es bleibt dann nicht bei den Staren. Ist die Apfelhaut erstmal verletzt, dann haben noch weitere Gestalten die Möglichkeit an das geliebte Fruchtfleisch zu kommen. Vor allem die Wespen und die Hornissen mögen das. Aber auch gewöhnliche Fliegen in verschiedenen Gattungen sind in die Löcher gekrochen

Für mich ist das in Ordnung. Ich verwerte nicht alle Äpfel. Wenn die angepickten Früchte noch nicht gammelig sind, dann bekommen sie die Pferde. Und es sind noch reichlich gute Äpfel übrig geblieben, die ich einlagern kann. Bei den Birnen war ich nicht schnell genug. Einige Birnen habe ich noch gegessen und verfüttert und der Rest war dann unglaublich schnell komplett vertilgt. Da lag nicht einmal mehr was am Boden. Das waren aber auch sehr schmackhafte Birnen gewesen.

 

Ich liebe die Schwärme mit den Staren einfach. Da gebe ich gerne was von meinem Obst ab.

Mittwoch, 14. Oktober 2020

Rettet die Kinos!

 

 
Hier auf dem Dorf gibt es Veranstaltungen, wenn man sie selbst organisiert oder sich wenigstens an ihrer Organisation beteiligt. Hingehen und konsumieren ist auf dem Dorf eben nicht so. Immerhin haben wir hier in der nächst größeren Stadt ein Kino. Und das ist auch noch ein besonders gemütliches und attraktives Kino. Im Eingangsbereich ist auch ein Cafe, in dem es sich gut sitzen lässt, selbst wenn man gar nicht ins Kino möchte.


 

Nun trifft das Tätigkeitsverbot in der Pandemie besonders die Veranstaltungsbranche und eben auch unser Kino. Dabei haben die es auch vorher nicht so dick gehabt. Es scheint seinen Besitzer zu ernähren, aber ich denke viel mehr ist auch nicht drin. Und einen Besitzerwechsel gab es gerade im letzten Jahr. Die Reserven dürften also mau sein.

 Wir haben also die angebotene 10er Karte gekauft und waren immerhin in 9 Filmen, bevor sie abgelaufen ist. Da liefen schon verrückte Sachen, die wir normalerweise gar nicht angesehen hätten. Aber Spaß hat es gemacht. Das Kino ist noch nicht aus dem Schneider. Wir halten weiterhin die Stange und hoffen das Beste!

Dienstag, 6. Oktober 2020

Unterwegs - Schloß Willigrad

 

 
Am Schweriner See, auf der westlichen Seite, liegt Schloß Willigrad. Wenn man durch Lübsdorf fährt und dann so hinten links, kommt man durch einen Wald, hinter dem das Schloß mit seinen umliegenden Gebäuden liegt.

Rechts vom Parkplatz weg kommt man zum eigentlichen Gebäude des Schlosses. Dort gibt es wechselnde Ausstellungen. Nach links geht es zu den Nebengebäuden des Schlosses. Dort wird immer noch mit Fördermitteln versucht das Original Ensemble zu retten. Ein Förderkreis bemüht sich um die Restaurierung.

Die Bundesgartenschau hat das Schloss und die umliegenden Gebäude sowie den Garten vorwärts gebracht. Mit den Mitteln wurde unter anderem der Weg an das Ufer des Schweriner Sees gestaltet. Auf gut gepflegten Wegen kann man jetzt auch das Steilufer hinabsteigen.

Dort gibt es auch eine Quelle, die als Brunnen schön gestaltet worden ist. Allerdings sind die Wassermengen so gering, dass man nicht mal seine Trinkflasche füllen kann.

Die Nebengebäude werden für Jugendarbeit, Ferienlager und ähnliches genutzt. Inzwischen ist auch die Gärtnerei wieder in Betrieb genommen worden. Dazu gehört ein schnuckeliges Cafe, dass vor allem bei gutem Wetter wunderschöne Möglichkeiten gibt, draußen den wirklich sehr guten Kuchen zu genießen.

Montag, 21. September 2020

Unboxing - Auspacken der Beute


Hurra - die Beute ist da. Ich habe mich auf keine Experimente eingelassen und das gleiche Modell bestellt, dass ich schon 5x bei mir stehen habe.
Da kann ich mir sicher sein, dass die Einzelteile auch zueinander passen. Nichts ist ärgerlicher, als eine Zarge, die nicht ordentlich auf der nächsten sitzt. Ich habe auch noch Zargen mit Nut - da muss es genau passen.
Außerdem hat mir die Qualität von Holtermann auch vorher schon zugesagt. Dazu kommt der gut geführte Online-Shop, in dem das Bestellen einfach und übersichtlich ist. Die Lieferung war wie immer schnell und bequem.
Als Highlight habe ich mir auch endlich eine Imkerjacke mit Hut bestellt. Jetzt ist es wirklich bienendicht. Auch wenn meine Völker wirklich nett sind, kann ich es nicht leiden gestochen zu werden. Und es ist auch ein blödes Gefühl, wenn die Bienen vor deinem Gesicht rumschwirren. Jetzt bin ich safe!
  
Die Beute kommt in ihrer natürlichen Form bei mir an und braucht noch einen Anstrich. Dafür habe ich mal einen Eimer Beutenfarbe gekauft. Inzwischen habe ich gesehen, dass man Beuten von außen auch mit Acrylfarben streichen kann. Das schadet den Bienen nicht, macht aber die Beuten länger haltbar. Und da kann man dann noch mit Farben experimentieren. Vielleicht habe ich mal eine kreative Phase und male.

 
Das ist jetzt meine 6te Beute. Ich habe jetzt vier Völker zum Überwintern. Wenn alle Völker gut durch den Winter kommen, dann genügen meine Beuten für das nächste Jahr nicht. Wenn ich von jedem Volk nur einen Ableger mache (dieses Jahr habe ich von einem Volk 3 Ableger machen können!), dann bräuchte ich schon 8 Beuten. Ich warte mal das Frühjahr ab. Wenn alles gut geht, darf ich noch mal shoppen.

Mittwoch, 16. September 2020

Heu 2020



Diesselbe Prozedur wie jedes Jahr... 😉 Wir brauchen Heu und wir wissen nicht wieviel. Immerhin haben wir nach dem Verlust unseres letzten Heulieferanten jemanden gefunden, wo wir jedes Jahr unser Heu in guter Qualität bekommen. Die Frage - von wem - war also schon geklärt.


Aber ein bisschen haben wir schon gezittert. Die letzten beiden Jahre war es so trocken, dass nur wenig Gras gewachsen ist. Und die meisten Heuproduzenten brauchen ihr Heu für die eigenen Tiere und geben den Überhang ab. Wenn also zu wenig da ist, dann gibt es nix. Doch wir hatten ja trotz des trockenen April Glück. Es kam noch Regen und die Heuernte bei uns auf der Ecke ist gut ausgefallen. Es war trotzdem noch trocken genug, dass das Heu auch gut eingebracht werden konnte. Das war 2017, das schrecklich nasse Jahr, ganz anders. Da ist so einigen Landwirten das Heu regelrecht weggeschwommen.


Wir haben uns für die komplette Menge, die wir die letzten Jahre gebraucht haben entschieden, obwohl wir noch Ballen vom letzten Jahr liegen haben. Aber es war im Juni noch unsicher, wie viel die Koppeln noch hergeben und ab wann wir füttern müssen. Und es ist auch nie ganz sicher, wie viele Ponys wir denn überhaupt über den Winter bringen müssen. Es sieht so aus, als werden es elf Ponys sein und die Koppeln sind noch mal gut nachgewachsen. Es ist also ein bisschen zuviel Heu da. Meine Freundinnen freuen sich. Wenn sie schlecht kalkuliert haben, dann können sie bei mir noch einen Ballen bekommen.

Dienstag, 8. September 2020

Trennen können

 

 Cobalt (zu verkaufen)
 Ich bin Pferdezüchter und das bin ich gerne. Das bedeutet aber auch, dass nicht alle Pferde bleiben können. Ich muss mich auch trennen können. Wenn dann die kleinen Schnuffels auf die Welt kommen und man die ersten Tage und Wochen mit ihnen teilt, wachsen sie einem ans Herz. Mal ist der eine das Lieblingspony und dann wieder der andere.

 Wolfram (zu verkaufen)
Jeder hat so seine Eigenheiten und seine Stärken oder auch Schwächen. Und es ist immer spannend zu was für Pferden sie sich entwickeln. Manche meiner Fohlen kann ich länger verfolgten. So bleiben die Stutfohlen bei mir. Sie bekommen eine Ausbildung und werden als Zuchtstuten eingetragen. Wenn alles gut geht, bringen sie mir schöne Fohlen.

 Maverick (verkauft)
Die Hengstfohlen hingegen bekommen normalerweise ein neues Zuhause. Wenn sie gesund und gut gewachsen sind, dann gebe ich sie als Absetzer - also mit ungefähr 6 Monaten - ab. Ich freue mich immer, wenn ich neue Besitzer finde, die ihr Pony gefunden haben.  Manche neue Besitzer teilen ihr Glück mit mir und ich bekomme ab und an ein Foto oder einen kurzen Bericht. Das freut mich nicht nur als Mensch, sondern ist auch spannend zu sehen, ob meine Anpaarung geglückt ist. 

Es ist aber auch bei anderen so, dass sie keine Lust oder Zeit haben oder es ihnen einfach nicht liegt, sich mal wieder zu melden. Das ist für mich auch in Ordnung. Wenn ich ein Pferd abgebe, dann muss ich loslassen. Ich kann nicht den ganzen Lebensweg meiner Ponys kontrollieren und verfolgen. Und es gibt auch Lebensumstände, die einfach nicht zu ändern sind. Wenn jemand sein Pony wieder abgeben muss, dann ist das traurig, aber besser als wenn es dem Pony aus Geld- oder Zeitmangel schlecht geht. Dann gibt es wieder neue Besitzer, die froh sind ein tolles, gesundes Pferd kaufen zu können.

Ich war damals sehr dankbar, meine erste Stute Ratiena kaufen zu können. Sie war damals 12 Jahre alt. Heute ist sie mit 26 Jahren die Oma in meiner Herde. Sie ist gesund und geht auch noch fleißig vor der Kutsche. Sie sichert die Herde und hilft bei der Ausbildung der Jungpferde. Ich habe ganz tolle Fohlen aus ihr gezogen. Wie gut, dass jemand sie verkauft hat.

Ratiena 2007