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Freitag, 4. November 2016

Bunter Oktober


Der Oktober war wirklich aufregend. Die Zugvögel sind über uns hinweg geflogen. In langen Reihen laut quäkend. Besonders die Kraniche trompeten unglaublich laut. Das ist ein riesiger Lärm.
Und trotzdem hat der bunte Herbst auf sich warten lassen. Es musste ja erst wirklich kalt werden, damit sich die Bäume umfärben. Das Wetter war dann auch prompt trübe und nebelig. Nur ein oder zwei schöne Tage waren dazwischen, wo man dann auch schöne Fotos machen konnte.

 Für die Ponys ist es das beste Wetter überhaupt. Es ist nicht mehr so warm und vor allem die Insekten sind alle weg. Da macht es Spaß unterwegs zu sein, wenn das Wetter denn passt. Bei Nieselregen und kaltem Nebel sind wir auch zu Hause geblieben.

 Mein doofer Hund hat doch glatt einen Igel ausgebuddelt. Der kleine Kerl hatte sich wohl schon zum Schlafen zurück gezogen. Ich habe ihn gewogen. Mit 900 Gramm ist er schwer genug für den Winter. Also wurde er nur entfloht und dann habe ich ihn weit weg im Wald ausgesetzt.

 Jetzt fängt das Häkelwetter wieder an. Und den Anfang macht wieder ein Häkeltierchen für mein Patenkind. Es ist eine elende Fummelei so eine Figur, aber das Ergebnis ist immer niedlich. Ich habe es mir auch nicht leicht gemacht, weil die Anleitung in Englisch war.

Und dann ist da ja noch Halloween. Dieses Jahr gab es bei uns eine Lichtshow und eine Feuershow. Es war schon ziemlich gut. Unsere Besucher waren begeistert. Für nächstes Jahr müssen wir nun wohl aufrüsten, damit wir was Neues bieten können.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Räuberei am Bienenstock


Manchmal ist es nicht lustig Imker zu sein.

Durch den warmen September waren die Wespen, von denen ich im August kaum welche gesehen habe, noch fleißig unterwegs. Aber das Futter ist auch für Wespen im September schon knapp. Sie gehen zwar auch an das Obst, aber der eingelagerte Honig in den Bienenstöcken ist verlockender. Und so trieben sich vor und um die Bienenstöcke ständig Wespen herum. Immer wieder gelangen auch Wespen in den Bienenstock. Dort werden sie von den Wächter-Bienen getötet. In meinen Bienenwohnungen ging es hoch her. Bei den Ablegern habe ich sicherheitshalber das Flugloch verkleinert, damit die Wespen nicht so leicht ihren Weg in die Beute finden.

Dennoch regelt ein gesundes Bienenvolk diese Räuberei alleine. Als Imker sollte man nur die Wespen nicht anlocken, in dem man Waben "zum Ausschlecken" raus stellt oder mit dem Bienenfutter kleckert. Aber die Arbeit am Bienenstock macht keinen Spaß, wenn die Wespen um einen herum fliegen. Bienen sind sehr gut einzuschätzen in ihrem Verhalten, aber Wespen sind aggressiver. Und wenn die Wespen über der offenen Beute schweben, dann sind auch Bienen nicht mehr so besonders friedlich.

Gut, dass ich im September nur noch die Futtertröge abnehmen muss und die Einflugschneise wird mit einem Mäusegitter versehen. Den Rest des Herbstes und des Winters brauchen mich die Bienen dann nicht mehr. Die Varroa-Milbe wurde bekämpft. Wollen wir hoffen, dass alle Völker gut durch den Winter kommen.

Freitag, 23. September 2016

Fotosession auf der Ponykoppel





Die digitale Fotografie macht es möglich ohne große Kosten ein bisschen zu experimentieren. Und gerade beim Fotografieren von Tieren, sind es ja oft nur Momente, die ein schönes Bild ergeben. Ich bin kein guter Fotograf - eher so ein Dauerknipser. Viele Bilder werden unscharf oder sind falsch beleuchtet, dann sortiere ich sie wieder aus. Aber dazwischen gibt es schöne Schnappschüsse. Ich habe eine ordentliche Kamera mit einem Teleobjektiv, so dass ich auch die Tiere in der Ferne gut erwische.





Montag, 15. August 2016

Obst





Noch sieht sie plüschig aus, die kleine Quitten-Knolle, die später sattgelb am Busch leuchten wird. Doch nach den Kirschen Anfang Juli sind jetzt schon die Zwetschgen reif. Die Äpfel sehen schon gut aus. Nur die Quitte hängt noch ein wenig nach, so wie immer. Dafür kann ich sie erfahrungsgemäß länger am Baum lassen.

Und wie jedes Jahr frage ich mich, was ich mit dem ganzen Obst mache. Bei den Kirschen nehmen mir die Stare die Antwort ab. Ich ernte etwa 2kg und den Rest überlasse ich den Vögeln. Die Pflaumen hingegen will keiner so recht essen. Und auch ich mag nicht so gerne Pflaumensuppe. Entsaften oder Pflaumenmus - habe ich alles schon gemacht. Aber Pflaumensaft schmeckt nicht besonders und außerdem sorgt er für eine flotte Verdauung. Ein bisschen von dem Saft im Kinderpunsch ist schön. Pflaumenmus mag ich nicht und Pflaumengelee brauche ich auch nicht jedes Jahr neu machen. So viel Marmelade essen wir nicht und auch der Freundes- und Bekanntenkreis reißt sich nicht um die selbstgemachten Marmeladen, weil die meisten von ihnen selbst selbst machen. Ich habe schon diverse Körbe voll Pflaumen verschenkt. Einen Teil fressen die Pferde. Der Rest wird wohl am Boden landen und von den Insekten beseitigt werden. Schade, aber zum Pflücken wollte auch niemand kommen.

Um die Äpfel mache ich mir keine Sorgen. Ich werde sie lagern und dann reichen sie wieder weit in den Winter hinein. Ich muss sie nur rechtzeitig vom Baum nehmen. Die Äpfel vom letzten Jahr haben sich bis zum April gehalten. Birnen habe ich nur wenig. Außerdem sind sie auch gut für die Pferde. Die Birnen, die matschig werden, dürfen dann die Tiere fressen, die anderen werden gegessen oder in Weckgläser eingemacht, so dass sie die Holundersuppe im Winter verfeinern.

Über den Holunder freue ich mich in diesem Jahr besonders. Überall hatte es kräftig geblüht und jetzt hängen die großen Mengen an den Büschen. Es wird nicht mehr lange dauern, dann sind sie erntereif. Mit der Schere werde ich dann wieder die Büschel runter schneiden. Sofort hinterher werden sie abgespült und entsaftet. Man darf die Beeren nicht stehen lassen, sie schimmeln sofort. Der Saft wird mit viel Zucker heiß in alte Schnapsflaschen gefüllt. So hält er sich lange. Zu wenig Zucker führt dazu, dass der Saft schnell schimmelt - schneller als ganz ohne Zucker.

Donnerstag, 11. August 2016

Meine Bienen





Aus zwei gekauften Bienenvölkern sind jetzt vier Völker geworden. Ich konnte und musste die Völker sogar teilen. Außerdem konnte ich ca. 15kg Rapshonig und noch mal 25kg Lindenhonig ernten. Meine Bienen waren echt fleißig. Aber ich war auch fleißig und habe sie alle 7 Tag durchgesehen und den Schwarmtrieb verhindert. Erst half die Erweiterung mit dem Honigraum, dann wurde das Volk geteilt und am Schluß brauchte ich nur noch die Schwarmzellen ausbrechen. Jetzt ist der Schwarmtrieb vorbei.

Es gibt jetzt auch leider nur noch wenig Nektar für die Bienen. Auch die Blühflächen helfen da nicht ausreichend. Ich muss Zucker hinzufüttern. Die erste Portion ist schon in den Bienen. Jetzt sind sie fit für die erste Behandlung mit Ameisensäure, um die Varroa-Milbe einzudämmen.

Montag, 8. August 2016

Störche





Direkt gegenüber auf dem Grundstück steht ein hoher Pfosten auf dem ein Storchennest ist. Schon seit ich hier wohne, ist das Storchennest belegt. Jedes Jahr werden ein bis vier Störche dort aufgezogen. In diesem Jahr scheint das Futter für zwei Jungstörche ausgereicht zu haben.

Jetzt sind die jungen Störche dabei fliegen zu lernen. Viel Zeit haben sie dafür nicht. Die Reise in den Süden geht bald los. Aber sie kennen sich noch nicht richtig aus und so richtig weit können sie anfangs auch nicht fliegen. Also erkunden sie die Welt mal eben zu Fuß die Straße entlang - direkt vor meiner Haustür.

Dienstag, 17. Mai 2016

Fohlentaufe

Erstaunlich früh ist auch das zweite erwartete Fohlen geboren worden. Ich denke es war auch ein wenig zu früh. Es sieht noch sehr unfertig aus. Ich habe dann aber gleich die Gelegenheit genutzt und eine Fohlentaufe organisiert. Das mache ich mir recht einfach: Ich stelle den Grillplatz und die Salate und wer kommt, bringt sein Fleisch und seine Getränke selbst mit. So braucht sich auch niemand an- oder abmelden. Wer kommt ist da und ich freue mich - wer nicht kann verpasst nur eine lustige Feier.

Ich habe dann noch mit einer Freundin gedichtet:




Ponytaufe

Ein Ponytier ist nicht verkehrt,
Nun haben sie sich noch vermehrt:
Ich wünsch' ihnen ehe ich fortfahre
Viele gesunde und glückliche Jahre.

Gerade Fuchspony ist toll:
Die Optik, die ist wundervoll!
Es glänzt und funkelt in der Sonne -
Es ist doch eine wahre Wonne.

So'n Ponychen ist ganz famos,
Wird es auch nicht besonders groß,
Kann man es wie ein Reitpferd putzen
Und es als Briefbeschwerer nutzen.

Ein Ponylein ist nicht verkehrt
Bleibt auch der Reitsport ihm verwehrt
Es kann wohl niemals Bäume rücken
Doch kann es Menschen sehr entzücken.

Ja, Ponys, die sind wunderbar!
Das ist uns allen nun wohl klar!
Ich wünsch' ihnen wie ich erwähnte
Gesund und glückliche Jahrzehnte!

Jetzt habe ich also einen Xerath und eine California. Über die genaue Abstammung lasse ich mich dann aus, wenn wir zur Fohlenschau, die am 02. Juli stattfindet, waren.