Ich habe ja ein Shetlandponyzucht, aber auf meinem Hof wohnen auch noch andere Pferderassen. Eine davon ist Penelope, eine Lewitzerstute.
Penelope stammt noch aus den alten Lewitzerlinien. Deswegen ist sie auch nicht besonders groß. Ihr Stockmaß beträgt 122cm. Bei der Eintragung 2013 wurde sie deswegen auch "nur" ins Stutbuch II eingetragen. Ansonsten wurde ihr aber ein schönes Aussehen bescheinigt. Eine Leistungsprüfung hat sie nicht gemacht.
Letztes Jahr haben wir versucht sie decken zu lassen. Aber bei einer Maidenstute ist das nicht ganz so einfach. Der ausgesuchte Hengst deckt nur an der Hand und das war ihr wohl unheimlich. Außerdem war ihre Rosse nicht besonders ausgeprägt, so dass es nicht zur Bedeckung kam. Im letzten Jahr ist das wohl aber mit vielen Stuten passiert.
Der ausgesuchte Hengst ist übrigens Monty *KLICK* vom Pferdehof Schörfke. Er stammt von den Deutschen Reitponys und den Pinto-Lewitzern ab. Es ist also eine vollkommen andere Abstammung als Penelope selbst. Überzeugt hat mich allerdings sein braves Temprament und vor allem seine kleine Größe. Ganz zu schweigen davon, dass er nicht zu weit weg von uns steht. So ein Lewitzer-Fohlen bringt beim Verkauf nicht so viel Geld ein, als dass man da vorher große Ausgaben für tätigen sollte.
Jetzt ist die Stute endlich rossig. Heute war die tierärztliche Untersuchung. Es wurde eine Tupferprobe genommen. Wenn keine Keime zu finden sind, dann geht es in 21 Tagen, bei der nächsten Rosse, wieder zum Hengst. Es ist also Daumen-Drücken angesagt.
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Dienstag, 24. März 2015
Montag, 16. März 2015
Stammtisch
An diesem Wochenende war in unserer Familie eine Taufe. Wir waren alle eingeladen nach Kiel an die Ostsee. Nach einem schönen Gottesdienst gab es reichlich Essen vom Buffett in einer Gaststätte direkt am Strand. Die Hunde, die mit durften, haben sich gefreut. Dort war nicht nur menschlich was los, sondern der Strand war wohl auch ein Lieblingsausflugziel für andere Hundebesitzer. Ein toller Tag mit tollem Training.
Es erinnerte mich daran, dass ich gerade eine Dokumentation auf dem NDR gesehen habe.
100 Jahre Landleben - Mediathek des NDR
Auch dort wird von den Feierlichkeiten geredet, die im Dorf sehr wichtig waren. Damals bekam man keine Informationen durch das Internet. Und auch Fernsehen und Radio hatte nicht jeder. Auch wenn ich noch nicht so alt bin, kann ich mich an Bauernstellen erinnert, wo es wirklich nicht mal einen Radioapparat gab. So ging man zu den Feierlichkeiten oder in die Kneipe. Wobei ich annehme, dass die Frauen sich eher beim Waschplatz oder in der Molkerei trafen und weniger in der Wirtschaft. Das blieb wohl den Männern vorbehalten.
Doch auch wenn heute jeder seine Informationen überall erhalten kann, bleibt die Kneipe oft der Mittelpunkt des Dorfes. Unser Dorf besteht inzwischen aus 5 Gemeinden und es gibt nur noch eine Kneipe. Für mich sind das 4km Fahrt. Auch ich lasse mich dort ab und an am Stammtisch sehen, um die Geschichten zu hören, die es nirgends im Internet, Fernsehen oder Radio gibt. Und ja - der Stammtisch ist die Zentrale der Tratscherei. Was vielen Menschen unangenehm ist, macht den Unterschied auf dem Dorf aus. Man kennt sich, man redet miteinander und übereinander. Und dann kann man sich auch helfen. Dem Unbekannten Zugezogenen, der sich nicht vorstellt, wird auch nicht geholfen. In die Gemeinschaft muss man sich schon integrieren und dafür muss man aktiv etwas tun und sich auch in die Karten gucken lassen. Klar wird auch gelästert, aber es ist selten boshaft. Ein Dorf ist zu klein, um sich dauerhaft zu streiten.
Viele Rituale und Feiern, die früher ein "muss" waren, um zum Dorf dazu zu gehören, gibt es auch gar nicht mehr. Hier wird kaum noch am Sonntag in die Kirche gegangen. Und es wird auch mit Verständnis reagiert, wenn man nicht bei der freiwilligen Feuerwehr ist. Nicht an jedem "Brauchtumsfeuer" kann man teilnehmen, weil es viele andere Verpflichtungen gibt. Aber eine Karte und ein bisschen Geld gibt es immer in die Karten zur Jugendweihe, Konfirmation, Beerdigung oder Hochzeit. Im kleinen Supermarkt, dem ehemaligen Konsum, bleibt man einen Moment stehen und erzählt kurz ein bisschen. Auf der Straße wird gegrüßt, nach Möglichkeit mit Namen. Und wenn ein Umzug zum Erntefest ansteht, dann wird vorne gemäht und eine Kleinigkeit geschmückt. Das gehört sich einfach so und das gehört dazu.
Sonntag, 1. März 2015
Pony kämmen
Eigentlich ist das Putzen eines Ponys ja eher etwas alltägliches über das man oft gar nicht mehr nachdenkt. Im Zuge der Tatsache, dass ich mich mit meinen Ponys zur Zeit filme, habe ich auch einfach mal das Putzen gefilmt. Damit es nicht ganz so langweilig ist, habe ich das Tempo verdreifacht und lustige Musik darunter gelegt.
Zu erkennen ist nicht nur, dass ich die Mähne und Schweif gründlich kämme (das Ganze hat übrigens original 10 Minuten gedauert), sondern auch, dass das Pony vollkommen frei steht. Nur einmal stelle ich es um, damit man besser erkennen kann, was ich da tue. Ich verwende keinen Mähnenspray und auch sonst keine Pflegeprodukte. Das Kämmen hat also vermutlich auch ganz schön geziept. Beim Schnitt sind allerdings die Stellen, wo ich das Pony korrigiert habe, fast alle rausgefallen. Sehr oft war es auch nicht.
Die Ponydame ist zwar 20 Jahre alt, aber deswegen nicht langweilig oder immer willig sich alles gefallen zu lassen. Später am Tag hat sie vor der Kutsche auch mal nach mir gekeilt, weil ich sie nicht vom Gras fressen lassen wollte. Trotzdem hat sie sich das nervige Kämmen gefallen lassen. Am Schweif macht es ihr übrigens gar nichts aus, am Schopf mag sie es am wenigsten. Als Dankeschön wird sie immer wieder da gekrault, wo sie es mag. Dann fällt ihr das Still-Stehen leichter.
Dienstag, 24. Februar 2015
Arzttermine
Vielleicht ist es kein Privileg der auf dem Land lebenden, aber mit Sicherheit hat es was damit zu tun, in einem ländlichen Raum zu sein und dann noch im Osten Deutschlands - keinen Arzttermin zu bekommen.
Auch wenn ich nicht oft krank bin, so gehören doch diverse Vorsorge Untersuchungen zur Gesunderhaltung dazu. Ich habe eben drei Termine bei drei verschiedenen Ärzten gemacht und kann doch darauf hoffen einigermaßen termingerecht im April und September an die Reihe zu kommen. Ich habe mich trotzdem bei den Arzthelferinnen bedankt, denn die können ja nichts dafür, dass hier niemand Arzt sein möchte. Ich bin schon heilfroh, dass meine Hausärztin eine würdige Nachfolgerin gefunden hat - eine Polin übrigens. Nicht nur an diesem Punkt bin ich für Zuwanderung.
Ein bisschen rätselhaft finde ich das Ärzte-Dilemma schon. Jedes Jahr gibt es mehr Anwärter auf einen Medizin-Studienplatz als es Studienplätze gibt und jedes Jahr schließen unglaublich viele Menschen ihr Medizinstudium ab. Wo bleiben diese ganzen Ärzte? Ein Teil des Problems scheint zu sein, dass Ärzte lieber in Großstädten bleiben als aufs Land gehen. Ein anderer Teil ist vermutlich durch die Tatsache verursacht, dass mehr Frauen als Männer Arzt werden. Frauen machen sich seltener Selbständig, sie arbeiten oft nicht mehr, wenn sie Kinder haben oder sie heiraten einen Besserverdiener und arbeiten nur noch nebenbei. Die Statistik stellt fest, dass Frauen jedenfalls ihr Studium nicht optimal für die Gesellschaft ausnutzen (können ?!?). Das klingt frauenfeindlich - ist aber erst Mal nur eine Feststellung. Und es ist die Frage, ob es wirklich das Problem verursacht hat.
Mir hat jedenfalls der Lösungsvorschlag gefallen, dass Medizinstudenten zukünftig nicht nur in Krankenhäusern eine Assistenzzeit durchlaufen müssen, sondern ihr Studium auch eine zeitlang im ländlichen Raum "abstottern" müssen. Der eine oder andere Arzt bleibt dann ja vielleicht auch hängen.
Auch wenn ich nicht oft krank bin, so gehören doch diverse Vorsorge Untersuchungen zur Gesunderhaltung dazu. Ich habe eben drei Termine bei drei verschiedenen Ärzten gemacht und kann doch darauf hoffen einigermaßen termingerecht im April und September an die Reihe zu kommen. Ich habe mich trotzdem bei den Arzthelferinnen bedankt, denn die können ja nichts dafür, dass hier niemand Arzt sein möchte. Ich bin schon heilfroh, dass meine Hausärztin eine würdige Nachfolgerin gefunden hat - eine Polin übrigens. Nicht nur an diesem Punkt bin ich für Zuwanderung.
Ein bisschen rätselhaft finde ich das Ärzte-Dilemma schon. Jedes Jahr gibt es mehr Anwärter auf einen Medizin-Studienplatz als es Studienplätze gibt und jedes Jahr schließen unglaublich viele Menschen ihr Medizinstudium ab. Wo bleiben diese ganzen Ärzte? Ein Teil des Problems scheint zu sein, dass Ärzte lieber in Großstädten bleiben als aufs Land gehen. Ein anderer Teil ist vermutlich durch die Tatsache verursacht, dass mehr Frauen als Männer Arzt werden. Frauen machen sich seltener Selbständig, sie arbeiten oft nicht mehr, wenn sie Kinder haben oder sie heiraten einen Besserverdiener und arbeiten nur noch nebenbei. Die Statistik stellt fest, dass Frauen jedenfalls ihr Studium nicht optimal für die Gesellschaft ausnutzen (können ?!?). Das klingt frauenfeindlich - ist aber erst Mal nur eine Feststellung. Und es ist die Frage, ob es wirklich das Problem verursacht hat.
Mir hat jedenfalls der Lösungsvorschlag gefallen, dass Medizinstudenten zukünftig nicht nur in Krankenhäusern eine Assistenzzeit durchlaufen müssen, sondern ihr Studium auch eine zeitlang im ländlichen Raum "abstottern" müssen. Der eine oder andere Arzt bleibt dann ja vielleicht auch hängen.
Montag, 16. Februar 2015
Schade um die Bienen
Auch wenn man Bienen im Winter nicht stört, so war ich doch interessiert, ob mein Bienenvolk noch lebt. Ehrlich gesagt, war meine Erwartung schon negativ, weil ich im Sommer bei der Behandlung gegen die Varroa Milbe schon viele Milben fallen gesehen hatte.
Im Herbst hatte ich noch mal gegen die Beute geklopft - da hat es noch gesummt. Diesmal hörte ich nichts mehr. Ich habe die Beute also geöffnet und die Waben gezogen. Das was ich gesehen habe, hat mich doch erstaunt. Es sah aus als hätte man das Volk eingefroren. Wie lebendig saßen die Bienen mitten in der Bewegung. Nur bewegt hat sich nichts und es gab auch kein Summen und Krabbeln. Als ob ein äußeres Ereignis das Bienenvolk urplötzlich getroffen hätte und alle in der Bewegung verstorben wären.
Das ist ziemlich traurig. Im letzten Winter habe ich meine Bienen nämlich auch schon nicht durch bekommen. Jetzt geht es wieder los und ich muss mir ein neues Volk kaufen. Imkern ist eben nicht so einfach, wie es aussieht. Aber man lernt es nur, wenn man es tut. Ich werde also dran bleiben, bis ich es verstanden habe.
Samstag, 7. Februar 2015
Biber
Heut bin ich am Elde-Müritz Kanal an der Hohen Brücke entlang gegangen. Dort beginnt die Lewitz. So ganz um die Ecke ist das nicht. Ich bin schon ein bisschen mit dem Auto gefahren. Unsere Gemeinde grenzt genau an die Lewitz und heißt deswegen auch Lewitzrand, aber die Entfernungen sind dennoch ein bisschen größer.
Ich hatte mir diese Stelle absichtlich ausgesucht, weil ich von der Brücke aus dem Auto genau diesen Baum gesehen habe. Das ist echte Biberarbeit! Den Pflegern des Kanals wird das allerdings weniger gefallen, denn die Fahrrinne darf ja nicht zugebaut werden. Dem Biber ist das vermutlich egal.
Ich weiß ja nicht wie weit Biber auf Nahrungssuche wandern oder wie groß ihr Gebiet ist. Aber dieser Biber kann ja nicht so sehr weit weg sein, wenn er sich seine Nahrung hier am Kanal gesucht hat.
Dienstag, 3. Februar 2015
Leg mal den Ofen nach!
Winter ist Winter. Und wir haben zwei Holzöfen im Haus. Da wird es dann schön warm, wenn - ja wenn - jemand Holz holen geht und nachlegt. Das Holz ist im Schuppen. Jedenfalls das Holz, dass wir im Moment verheizen. Es hat dort zwei Jahre gelegen und ist so weit abgetrocknet, dass es in den Ofen darf. Denn nichts ist gefährlicher als nassen Holz zu verbrennen. Nächstes Jahr müssen wir dann mit der Schubkarre wieder ganz nach hinten. Dort lagert das Holz von vor einem Jahr.
Das mit dem Ofen klingt ja romantisch, aber in Wirklichkeit ist es ne Menge Arbeit und eine Menge Dreck. Und wenn man den Hintern mal nicht hoch bekommt, dann ist es kalt, saukalt. Wir müssen immer rechtzeitig und na klar im kalten Winter los, um Holz zu holen. Zur Zeit bekommen wir Holz von den Bäumen, die wir bei Verwandten und Freunden abnehmen. Dafür müssen wir nichts bezahlen. Manchmal fahren wir aber auch mit Erlaubnis des Försters in den Wald und holen dort Holz. Absägen, zersägen, aufladen, wieder abladen, klein sägen und dann spalten und schließlich aufstapeln.
Diese Arbeiten macht man üblicherweise im Winter. Manchmal wird noch im Sommer Holz gespalten, aber fällen und nach Hause bringt man das Holz in der kalten Zeit. Das hat zum einen damit zu tun, dass man im Sommer keine Bäume fällt, aber auch damit, dass man im Sommer im Wald kein Holz sägen darf. Aufgrund von Trockenheit ist das zu gefährlich.
Manchmal bin ich versucht einfach nur die Heizung hoch zu drehen. Aber mein Gaszähler hängt an einer sichtbaren Stelle. Und wenn dann der Zähler rattert, dann ziehe ich mich doch wieder an, Mütze, Schal, Handschuhe, dicke Jacke, und schiebe zum Schuppen und lade Holz auf.
Das mit dem Ofen klingt ja romantisch, aber in Wirklichkeit ist es ne Menge Arbeit und eine Menge Dreck. Und wenn man den Hintern mal nicht hoch bekommt, dann ist es kalt, saukalt. Wir müssen immer rechtzeitig und na klar im kalten Winter los, um Holz zu holen. Zur Zeit bekommen wir Holz von den Bäumen, die wir bei Verwandten und Freunden abnehmen. Dafür müssen wir nichts bezahlen. Manchmal fahren wir aber auch mit Erlaubnis des Försters in den Wald und holen dort Holz. Absägen, zersägen, aufladen, wieder abladen, klein sägen und dann spalten und schließlich aufstapeln.
Diese Arbeiten macht man üblicherweise im Winter. Manchmal wird noch im Sommer Holz gespalten, aber fällen und nach Hause bringt man das Holz in der kalten Zeit. Das hat zum einen damit zu tun, dass man im Sommer keine Bäume fällt, aber auch damit, dass man im Sommer im Wald kein Holz sägen darf. Aufgrund von Trockenheit ist das zu gefährlich.
Manchmal bin ich versucht einfach nur die Heizung hoch zu drehen. Aber mein Gaszähler hängt an einer sichtbaren Stelle. Und wenn dann der Zähler rattert, dann ziehe ich mich doch wieder an, Mütze, Schal, Handschuhe, dicke Jacke, und schiebe zum Schuppen und lade Holz auf.
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