Dieses Blog durchsuchen

Dienstag, 17. September 2019

Carl Malchin






Carl Malchin war ein Maler, der Ende des 19. Jahrhunderts sich darum bemühte möglichst realistisch zu malen. Da gibt es eine Menge Fachbegriffe für, aber ich mag die Bilder einfach. Und er hat lange in Mecklenburg gelebt und hier die Dörfer und Wälder gemalt. Die Wälder sind einfach nur schöne Bilder, aber auf seinen dörflichen Bildern kann man gut erkennen, wie es damals tatsächlich ausgesehen hat.

Das Museum in Schwerin hat eine Sonderausstellung für ihn gemacht.




In dem neuen Museumsgebäude findet man ganz viele Bilder von ihm - kleine und große. Mit nur einem Besuch kann man sie gar nicht alle bewundern. Da finde ich es klasse, dass ich mit meiner Eintrittskarte so oft hinein gehen kann, wie ich möchte.


Und fotografieren ist ausdrücklich erlaubt! Es kommt sowieso kein Foto an diese schönen Bilder heran. Die sollte man sich schon im Museum ansehen.

Dienstag, 10. September 2019

Schon wieder so trocken der Sommer





Cobalt

Das Jahr 2018 hat ja einen super trockenen und heißen Sommer gebracht. Aber auch 2019 ist nicht optimal für die Vegetation, auch wenn deutlich mehr Regen gefallen ist.




Mitte: Kosmos-Kalypso und Cobalt

Das ist aus der Ferne ein schönes Bild, die Ponys auf der Koppel, aber wer genau hinsieht, kann erkennen, dass vorne die Diesteln und die Schafgarbe wachsen. Beides wird zwar auch ein wenig von den Ponys gefressen, ist aber nicht besonders beliebt.




Arwakr

Wenn man dann guckt, wo die Ponys fressen, dann ist da eigentlich gar nichts mehr.




Luna

Nun sind Ponys und Pferde für jede Weide irgendwann der Tod. Sie verbeißen das schmackhafte Gras so tief, dass es nicht mehr weiter wächst. Und die Hufe verdichten den Boden und reißen Löcher in die Grasnarbe.




Ratiena und Xylona

Wählerisch sind sie auch, wenn sie ausreichend Platz haben. Dann bleiben reichlich Geilstellen stehen. Ideal ist es, die Koppeln häufiger zu wechseln und kurz zu mulchen. Die Trockeheit macht dazu noch das Problem, dass das Gras verdorrt. Es kann sich nicht erholen, selbst wenn man umkoppelt. Die Folge davon sind kahle, bei uns sandige Stellen, auf denen sich weitere und zum Teil auch andere Unkräuter ansiedeln.




Shiro und Cobalt

Nach dem einen trockenen Jahr, hat sich der Bewuchs meiner Koppel schon mächtig verändert.
 
 Xanthi als Fohlen

 Das ist die gleiche Koppel 2015 - auch im Juli.

Dienstag, 3. September 2019

Blutbär

 
Auch in diesem Jahr ist das Jakobskreuzkraut fleißig gewachsen. Es war nicht mehr ganz so viel wie letztes Jahr. Da haben wir es schon fleißig ausgerissen. Nicht alles haben wir gut geschafft. Einen Teil der Koppeln haben wir dann gemulcht, wie es schon geblüht hat. Das ist nicht die optimale Lösung, da die Blüten dann eine Notblüte erstellen, die auch Samen abwirft. Aber weil alles zerhackt am Boden liegt, fliegt die Saat nicht so weit und verteilt sich nicht auf dem Rest der Wiese.


Dieses süße Kerlchen hat uns bei der Vernichtung der Pflanzen fleißig geholfen. Es ist die Raupe eines Schmetterlings - des Blutbärs.






Tatsächlich sahen die befallenen Pflanzen dann so aus:





Naja  - einige jedenfalls. Und längst nicht alle Pflanzen waren befallen. Ich habe die Pflanze mit den Raupen stehen gelassen. Ich mag diese Raupe, die so geringelt ist, wie eine Wespe. Und auch der Blutbär ist ein schöner Schmetterling. Von denen habe ich aber keinen einzigen gesehen.





Nur mit dieser Raupe wird man den Kreuzkraut auch nicht Herr. Die sonstigen Umweltbedingungen stimmen sonst oft nicht für den Blutbären. Ich habe schon seit Jahren Jakobskreuzkraut und dieses Jahr zum ersten Mal diese Raupen.





Schön wäre es, wenn ein ökologisches Gleichgewicht sich auf meiner Koppel wieder einstellt. Mal so eine gelbe Pflanze wäre ja ok. Aber zu Hunderten ist es eine Katastrophe. Doch leider gefällt dem Kraut das aktuelle Wetter. Auf den Koppeln bilden sich durch die Trockenheit und die Beweidung durch die Pferde kahle Stellen. Und dort kann es sich am besten entwickeln. Es hat starke Wurzeln, die auch längere Trockenheit gut überstehen.





Wir wollen versuchen mit Nachsaat von Gräsern die kahlen Stellen zu vermindern. Und wir werden weiterhin rupfen, was das Zeug hält.

Dienstag, 27. August 2019

Geprüft und für gut befunden






California war zur Stutbucheintragung. Dort wurde sie von zwei Richtern begutachtet. Es wurde geguckt, wie sie gebaut ist und wie sie sich bewegt. Am Ende hat es für eine Gesamtnote von 7,8 von 10 möglichen Punkten gereicht. Insgesamt waren an dem Tag 18 Original Shetlandponystuten in Redefin zur Eintragung. Da lag sie gut im Mittelfeld.

Gleich am nächsten Tag war dann die Stutenleistungsprüfung zu absolvieren.





Die Prüfung wird einspännig gefahren. Sie besteht aus einer Dressuraufgabe, einer Runde Kegelfahren, einer Trabstrecke und einer Schrittstrecke und am Ende wird sie noch einmal von einem fremden Fahrer gefahren.





Insgesamt dauert so eine Prüfung in etwa 20 Minuten Höchstleistung für das Pony und auch die Fahrer. Ich selbst kann leider nicht so gut fahren, dass ich mir zutrauen würde, meine Ponys gut durch so eine Prüfung zu bringen. Aber in unserem Verband gibt es glücklicherweise viele ehrenamtliche Helfer, die auch das Fahren vor und in der Prüfung übernehmen.





Mit 7,5 Punkten lag die Prinzessin wieder gut im Mittelfeld. Und weil sie somit in beiden Prüfungen über 7,5 Punkte erreicht hat, ist sie zugelassen für die Elitestutenschau im September auf der Mela in Mühlengeez.

Herzlichen Glückwunsch!

Dienstag, 20. August 2019

Wenn der Honig läuft






Honig schleudern geht immer, wenn die Waben dreiviertel verdeckelt sind. Und da Honigschleudern eine riesige Schweinerei ist, versucht man das nur ein oder zweimal im Jahr zu machen. Der normale Zeitpunkt ist nach der Rapsblüte und dann nochmal nach der Lindenblüte.

Wem der Dreck nichts ausmacht, der kann dazwischen auch noch mal die Schleuder anwerfen. Das macht man oft, um Sortenhonige zu bekommen. Wenn nach der Rapsblüte geschleudert wurde, dann kann man so vielleicht noch Kastanienhonig oder Akazienhonig schleudern. Für solche Trachten haben die Bienen wenig Zeit und der Imker muss auch schleudern sobald die Tracht verblüht ist, denn sonst tragen die Bienen Nektar von anderen Pflanzen dazu und der Honig ist nicht sortenrein.

Nach dem Schleudern klebt, trotz sorgfältigem Umgang mit allen Dingen, einfach alles irgendwie. Und dann ist mir auch noch das Sieb übergelaufen. Bäh - was für eine Schweinerei! Ich musste etwa 300g Honig vom Boden wischen. Das ist schade um den Honig und klebt unglaublich.


Dienstag, 13. August 2019

Wildes Bauen






Meine Bienen haben fleißig Honig eingetragen. Jetzt im August werden sie gefüttert und gegen Varroa behandelt.

Im Sommer hatte ich aufgrund von Terminmangel, schnell noch einen zweiten Honigraum aufgesetzt, damit der Platz nicht zu eng wird. Und weil die Zeit so knapp war, hatte ich ihn nicht komplett mit Mittelwänden ausgestattet und das Schied hatte ich vergessen. Eventuell hätte es auch so nichts genutzt. Bienen machen eben manchmal, was sie für richtig halten.





Beim Abnehmen der Zarge, habe ich dann dieses kunstfertige Gebilde vorgefunden. Das ist Wildbau vom feinsten.




Die Bienen haben von unten nach oben gebaut. Die Waben sind alle in Drohnengröße. Und natürlich aben sie auch Honig dort eingelagert. So schön wie es aussieht, aber leider muss dieser Bau weg.





Man kann so einen chaotischen Bau nicht schleudern und in die Wabengröße würde eine Königin nur Drohnen legen. Aber für den Winter brauchen die Bienen Arbeiterinnen. Ich habe also ordentlich rumgekleckert, bis ich den Bau entfernt hatte. Glücklicherweise waren die Bienen zu dem Zeitpunkt noch nicht auf Räuberei aus. Alles was daneben gegangen ist, habe ich mit Wasser weggespült.

Dienstag, 6. August 2019

Kirchenlabyrinth






Die Kirche in Raduhn ist ein Schmuckstück. Sie wurde über die Jahre restauriert und sogar die Orgel ist instand gesetzt worden.





Der alte Weg zur Kirche führt durch eine Lindenallee.






Die Linden sind inzwischen über 100 Jahre alt. Die Wurzeln sind schon knorrig und voller Wunder.





Auf der Nordseite der Kirche wurde ein Kirchenlabyrinth gepflastert. Manchmal wächst es ein wenig sehr zu, dann wird es Zeit dass ein paar Ehrenamtliche es mal wieder freimähen und harken.





Es ist ein klassisches Labyrinth - das bedeutet es hat keine Irrgänge oder Sackgassen. Wenn man am Eingang losgeht, dann kommt man unweigerlich in der Mitte an, aber man geht einen überraschenden Weg. So ein Labyrinth eignet sich zur Meditation. Es stellt den Weg des Lebens oder zu einem Ziel da, wie man mal ganz nah ist und sich dann wieder entfernt.





Es lohnt nicht nur ein Blick auf das Labyrinth, sondern der Weg ist das Ziel.