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Mittwoch, 20. April 2016

Mit der Kutsche durch den April

Der April macht was er will. Und er ist glücklicherweise nicht trocken. Zu wenig Regen im April lässt das Gras und alles andere nicht ordentlich wachsen. Es genügt, wenn im Mai die Sonne scheint. Aber die nassen Tage werden glücklicherweise von sonnigen Tagen abgelöst. Es ist noch kalt.

Das Wetter mögen Pferde. Sie haben überhaupt eine Wohlfühltemperatur von 5 Grad Celsius. Und gleichzeitig sind kaum lästige Insekten unterwegs. Die gefürchtete Pferdebremse habe ich noch gar nicht in diesem Jahr getroffen. Sie macht jeden Ausflug mit Pferd zu einem Horrortrip.





Wenn also das Wochenende und das gute Wetter zusammentreffen, dann wird es dringend Zeit loszufahren. Mein schönes ruhiges Stutengespann mit Xandra und Nele kann jetzt nicht mehr vor der Kutsche laufen. Beide Stuten sind hochtragend. Jetzt ist mein Wallach Arwakr (auf dem Bild vorne) zusammen mit seiner Mutter Ratiena dran.

Diese Beiden sind nicht so einfach zu fahren. Arwi ist sehr flott geworden, seit der regelmäßig einspännig gefahren wird. Und auch Ratiena ist ein sehr fleißiges Pony mit gutem Raumgriff. Zusammen vertragen sie sich trotz der Verwandtschaft nicht so gut. So war ein ständiges aufmerksames Fahren nötig. Das Tempo hatte es allerdings auch in sich. Sonst brauche ich doppelt so lange für die Strecke. Ich war auch nicht allein unterwegs. Für ein solches Gespann braucht man einen Beifahrer. Der dann auch gleichzeitig Fotograf sein kann.

Freitag, 1. April 2016

Frühling






Endlich ist es Frühling! Meine Frühblüher zeigen es deutlich. Dabei haben sich so einige Zwiebelpflanzen überall in meinem Garten verbreitet. Diese schönen Osterglocken sind dort mit angehäuftem Kompost vor über 10 Jahren hingekommen. Da wir erst relativ spät das Mähen anfangen, haben sie Zeit zu blühen und nach der Blüte auch noch ausreichend Kraft für die Zwiebel zu sammeln, damit sie im nächsten Jahr wieder erneut blühen können.

Überhaupt bin ich kein Fan von "schönem grünen Rasen". So ein Rasen ist eigentlich tot. Erst wenn blühende Pflanzen dazwischen wachsen, einige Gräser ausblühen und absamen dürfen, dann wird so ein Rasen zu einer Wiese und damit lebendig für die Pflanzen und die Insekten. Auch hohe Unkrautecken mit Brennnesseln und anderen unschönen Pflanzen gibt es bei mir.

Gar nicht mähen kommt aber auch nicht in Frage. Dann wird die Fläche unschön, buckelig und oft auch einseitig von einer Pflanze bewachsen. Auch eine Wiese braucht Pflege. Ich mähe zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Ecken. So haben die verschiedenen Pflanzen die Möglichkeit sich zu verbreiten und in ihrem Tempo zu wachsen.

Donnerstag, 10. März 2016

Umzug

Ich habe jetzt sieben Shetlandponys, eine Lewitzerstute, eine Tinkerstute und einen Warmblutwallach auf dem Hof stehen. Ich kann nicht alle ausreichend beschäftigen. Einige Tiere haben das auch gar nicht nötig. Meine Jährlinge und Zweijährigen brauchen nicht viel mehr Aufmerksamkeit als ab und an mal geputzt zu werden und ein bisschen Führtraining bekommen sie auch.

Besonders leid tut es mir aber, dass ich keine richtige Aufgabe für die Lewitzerstute habe. Sie ist nicht eingefahren und kann nur von kleinen, leichten Menschen geritten werden. Doch jetzt hat sich eine Lösung gefunden. Das Lewitzer-Mädchen darf jetzt im Reitunterricht bei einer Freundin mit gehen. Die Freundin brauchte für den Kinderreitunterricht ein mittelgroßes Pony und mein Pony braucht eine Aufgabe. So haben wir einen win-win Situation geschaffen.

Jetzt ist das Pferdchen umgezogen und hat schon Spaß an den Vorbereitungen für den Unterricht.


Donnerstag, 25. Februar 2016

Urlaub auf dem Land

Ich wohne auf dem Land und habe dann tatsächlich Urlaub auf dem Land gemacht. Das ist irgendwie lustig, dass mir überhaupt gar nicht danach war, Städte zu erkunden.

Wir haben uns für den Harz entschieden. Die Suche nach einer günstigen Ferienwohnung war einfach. Die Bedingung war, dass zwei Hunde und zwei Erwachsene bequem reinpassen und es einen Kamin gibt. Immerhin ist es im Februar kühl bis kalt und wir lieben Kaminofen. Gefunden haben wir eine Ferienwohnung in Bad Sachsa OT Neuhof in der Harzstraße. Ein ehemaliger Bauernhof, der auch heute noch Hunde, Pferde und eine Kuh beherbergt, hatte eine große Ferienwohnung für uns. Die Hunde konnten im ummauerten Hof frei laufen und haben sich mit den dort wohnenden Hunden problemlos vertragen.






Jeden Morgen haben wir Brötchen in Bad Sachsa geholt. Das sind etwa 3 Kilometer. Im Sommer wäre es sicherlich auch mit dem Fahrrad gegangen, aber so haben wir das Auto genommen. Nach dem Frühstück ging es Wandern oder wir haben eine der vielen touristischen Möglichkeiten vom Harz genutzt. Gleich am Anfang waren wir in der Touristen-Information in Bad Sachsa gewesen. Auf die Frage nach speziellen Angeboten mit Hund, konnte sie nur auf ein Angebot bei Clausthal-Zellerfeld hinweisen. Da besteht wohl noch ein bisschen Nachholbedarf. Ich denke, je mehr Menschen mit Hund nachfragen, desto eher wird sich jemand finden, der sich Gedanken über Wanderwege mit Hund oder andere Möglichkeiten auslässt. Von April bis Juli ist im Naturschutzgebiet Leinenpflicht. Da wären dann Hundeauslaufplätze mit Zaun eine schöne Ergänzung, die sich auch prima als Treffpunkt für Hundebesitzer eignen.




Gips-Abbau wird um Bad Sachsa immer noch betrieben. An den Abbaustellen kann man vorbei wandern. Die Wanderwege sind gut sichtbar und relativ gut ausgeschildert. Es gibt auch reichlich Kartenmaterial kostenlos. Auch sonst waren wir mit den Hunden problemlos in den Orten unterwegs. In Bad Sachsa haben wir leider nur einen Kotbeutelspender gesehen und der war auch noch leer. Dafür durften die Hunde mit in das Berkwerk Büchenberg. Das Berkwerk ist nicht groß, aber es enthält noch viel alte Technik, die noch funktionsfähig ist und bei einer Führung gezeigt wird. Außerdem sind die Mitarbeiter dort ausgesprochen nett.



Ein weiterer Ausflug war die Fahrt mit der Brockenbahn. Der Fahrplan der HSB zeigt das gesamte Schienennetz der Schmalspurbahn. Es fahren dort Dampflocks und andere alte Loks. Dazu gehören immer alte Kabinen. So eine Fahrt ist ein tolles Erlebnis. Allerdings ist es nicht ganz billig. Und auch die Hunde zahlen wie bei der DB den Kinderpreis und haben Maulkorbpflicht.



Oben auf dem Brocken ist es allerdings ziemlich langweilig. Es gibt zwei Gaststätten und ein Museum. In das Museum darf man mit Hund nicht rein. So haben wir eine Runde gedreht, Kaffee getrunken und ein Stück Kuchen dazu und sind wieder runter gefahren. Die Fahrt durch den verschneiten Wald und der Anblick einer Dampflock im Schnee ist aber unvergesslich.



Der Harz ist ein gutes Urlaubsziel auch außerhalb der Saison. Der Schnee war nach drei Tagen weg und wir hatten Dauerregen, aber wir haben uns trotzdem nicht gelangweilt.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Endlich winterlich





Es wurde ja nach dem Kälteschock noch einmal ein wenig wärmer und dann gab es auch Schnee. Die Kälte die gleich hinten ran kam, hat dann alles konserviert. Mit der Sonne und der trockenen Kälte ist es jetzt so richtig winterlich bei uns geworden.

Artos hat einen Pulli bekommen. Wenn er durch den Schnee rennt, dann macht ihm die Kälte natürlich nichts aus. Aber als Haushund hat er nicht ausreichend Unterwolle, um draußen auch mal still halten zu können. Wenn er mit mir über den Hof unterwegs ist, dann ist das allerdings manchmal notwendig. Und so hat er einen Strickpulli bekommen. Er mag ihn, denn immer wenn er den Pulli anziehen muss, dann geht es raus.

Das Strickmuster für den Pulli habe ich im Internet gefunden. Es musste für Artos ein bisschen abgeändert werden. Das war aber unproblematisch. Im Grunde ist das Stricken eines Hundepullis sehr einfach. Es ist ein Schlauch, der vorne schmaler ist, dann weit wird und dann wieder schmaler. Am hinteren Ende strickt man nicht mehr rund sondern nur über den Rücken, damit er problemlos pinkeln kann. Vorne lässt man einfach zwei Löcher für die Beine. Die Wolle sollte nicht zu hart sein, sonst lässt der Pulli sich beim Anziehen nicht ausreichend dehnen.

Wasserdicht ist so ein Pullover nicht. Auch der Schnee bleibt darin hängen. Aber für eine Stunde Schneespaß ist er prima geeignet. Hinterher kommt er zum Trocknen vor den Ofen.

Dienstag, 12. Januar 2016

Winter, Wasser und Heu


Hier sind um die 0 Grad und es regnet. Der Boden ist gefroren. Überall sind Eisplatten entstanden. Zur Zeit ist es kein Vergnügen draußen zu sein. Die Ponykoppeln sind glücklicherweise trocken genug, damit die Ponys gefahrlos laufen können. Die gefrorenen Pfützen werden vermieden.





Heu ist jetzt endlich angesagt. Bis vor drei Wochen war noch ausreichend Futter auf der Koppel. Doch jetzt wird zugefüttert. Die Shettys sind sehr tolerant beim Fressen. Ich benötige nur eine Heuraufe für alle sieben Ponys.

Das Wasser war prompt eingefroren. Wir mussten die Heizstäbe erst suchen. Aus Fernost haben wir Heizstäbe für Aquarien gefunden, die aus Metall sind. Sie brennen auch durch, wenn sie nicht im Wasser liegen, aber sie bilden keine Gefahr, wenn ein Pony in den Pferdetrog trampelt und sie trifft. Ein Heizstab haben wir verloren, weil die Ponys ihn aus dem Wasser gezogen haben und er durchgebrannt ist. Aber da so etwas immer mal wieder vorkommt, haben wir inzwischen einen Vorrat an Heizstäben. Das Stück kostet knapp 10,- Euro, so dass man sie auch problemlos mal austauschen kann. Jetzt sind die Stäbe so im Wasser, dass sie hoffentlich nicht wieder rausgezogen werden. Das Wasser ist nicht komplett eisfrei, aber über dem Heizstab bleibt ein Loch zum Trinken.

Dienstag, 15. Dezember 2015

Winterwolle

Nur so nebenbei - das Mausproblem ist immer noch nicht gelöst. Jetzt denke ich über eine Lebendfalle nach.

Mit dem Herbst kam jetzt auch die Nässe und die Dunkelheit. Draußen macht nichts so richtig mehr Spaß. Drinnen ist es warm und gemütlich vor dem Kamin. Unsere Holzvorräte haben wir die letzten Jahre gut aufgestockt. Im Moment zehren wir von den Vorräten. Wir haben viel Arbeit und damit auch wenig Zeit. Manchmal denke ich, dass Holz-machen nur was für Rentner ist. Vielleicht haben wir auch einfach zu viele Hobbys. Das Häkelzeug habe ich wieder ausgegraben. Jetzt ist die Polenwolle dran.





Ich habe mir aus Polen handgesponnene Schurwolle mitbringen lassen. Das Kilo hat ca. 12,- Euro gekostet. Das ist Spott-billig. Allerdings ist die Wolle auch ganz schön kratzig. Auf der nackten Haut ist sie nichts. Schwiema hat einen Teil der Wolle zu einem Mantel verarbeitet. Leider ist der Mantel zu groß geworden. Das ist wirklich sehr schade, denn er sieht toll aus. Ich habe dann versucht ihn einlaufen zu lassen und habe ihn gnadenlos bei 60 Grad in der Waschmaschine gehabt. Aber es ist nichts passiert. Der Mantel ist immer noch genau so groß wie vorher. Vielleicht treffe ich ja mal einen Menschen, dem der Mantel passt und der genau so viel Freude an dieser Wolle hat wie ich und sich nicht vor dem Kratzen fürchtet.

Einen weiteren Teil verhäkel ich gerade zu einer Jacke. Diesmal habe ich gleich die richtige Größe gewählt. Die Ärmel und den Bund muss ich aber noch anstricken. Da mir Stricken nicht so liegt, schiebe ich das gerade vor mir her. Nebenbei häkel ich dann lieber aus Sockewolle eine neue Beanie-Mütze. Und daneben liegt noch die gehäkelte Giraffe, die mein Patenkind zu Weihnachten bekommen soll. Ihr fehlt noch die Mähne und die Flecken.

Bald sieht es so aus wie bei mir - sagte meine Schwiegermutter letztens. Ja - sage ich - aber nur im Winter.