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Mittwoch, 15. Juli 2015
Hitze auf dem Paddock
Inzwischen ist es ja wieder abgekühlt, aber ein paar Tage war es schon mächtig war gewesen. Wir leiden ja schon unter der Hitze, aber wenn man bedenkt, dass Pferde eine Wohlfühltemperatur von ca. 5 Grad Celsius haben, dann ist ihnen den Wärme noch unangenehmer. Zwar können auch Pferde sich anpassen, aber die starken Temperaturwechsel machen ihnen auch zu schaffen. Pferde, die ständig mit hohen Temperaturen leben, sind besser angepasst.
Hier in der Türkei:
Nur so nebenbei bemerkt: Dort standen nur Hengste. Die wurden zum Kinderreiten verwendet. Sie bekamen Melonen zu fressen, kaum Heu.
Meine dreijährige Tinkerstute habe ich an dem Tag nicht gestresst. Sie ist sowieso noch nicht eingeritten. Wir sind noch bei der Bodenarbeit. Außerdem geht es viel um Gelassenheitstraining. Die Hitze bot die Möglichkeit sie mal mit Wasser zu übergießen. Mit der Gießkanne habe ich sie über den ganzen Rücken nass machen können. Sie hat sich regelrecht hin gedreht, damit ich weiter mache.
Am nächsten Tag war das übrigens vorbei, obwohl es immer noch so warm war. Da hatte sie auf die Gießkanne keine Lust mehr und wollte sich nicht mal die Beine angießen lassen. Ob ich wohl am Vortag übertrieben habe? Ich nehme es mit Gelassenheit. Die Gießkanne halte ich ihr jetzt regelmäßig unter die Nase, damit sie keine Angst davor bekommt. Sie dreht immer noch den Kopf weg und geht ein paar Schritte weiter. Ja - so ein Pferdekopf verzeit alles, aber vergisst nicht so schnell.
Montag, 22. Juni 2015
Neuigkeiten aus der Shettyzucht
Huch?!? Schon Ende Juni?
Irgendwie war die Zeit jetzt schnell rum. Ich hatte viel Arbeit und in meiner Freizeit viel mit den Ponys zu tun. Vier Stuten habe ich von vier verschiedenen Hengsten decken lassen. Das war auch eine organisatorische Leistung, denn jeder Hengst steht woanders.
Das ist der Amor II. Er hat meine Ratiena gedeckt. Sie wird im nächsten Jahr das erste Fohlen bekommen. Meine Staatsprämienstute Xandra wurde von Chris gedeckt. Da habe ich leider kein Bild. Nadezda habe ich wieder zu Xenthe auf die Koppel gebracht. Und meine Lewitzer Stute Penelope wird diese Woche als Letzte noch von Monty gedeckt. Jetzt hilft nur noch Daumen drücken, damit wir im nächsten Jahr mit 4 gesunden Fohlen beglückt werden.
Am 20.06.15 war die Shetlandpony Fohlenschau. Ich hatte dieses Jahr nur ein Fohlen, was ich vorstellen konnte. Nadezda hat mir ein wundervolles Stutfohlen vom Xenthe geschenkt.
Das kleine Wunderwerk hat den Namen Gruhles Xanthi bekommen. Das ist neugriechisch und heißt "Die Blonde". Xandra war zwar vom Bernado gedeckt gewesen, aber sie hatte leider nicht aufgenommen. Der Hengst ist traurigerweise im Februar auch noch eingegangen.
Xanthi musste gleich nach ihrer Geburt schon verdammt viel rennen. Die Mutter war sehr unruhig gewesen und ist ständig über die Koppel gelaufen. Klein-Xanthi musste immer mit. Neben ihrem korrekten Körperbau hat vielleicht genau das dazu geführt, dass sie sich auf der Fohlenschau von ihrer besten Seite gezeigt hat. Sie wurde unter ca. 20 Stutfohlen das beste Fohlen und bekam einen Pokal. Das ist übrigens der erste Pokal, den ich überhaupt bekommen habe.
Irgendwie war die Zeit jetzt schnell rum. Ich hatte viel Arbeit und in meiner Freizeit viel mit den Ponys zu tun. Vier Stuten habe ich von vier verschiedenen Hengsten decken lassen. Das war auch eine organisatorische Leistung, denn jeder Hengst steht woanders.
Das ist der Amor II. Er hat meine Ratiena gedeckt. Sie wird im nächsten Jahr das erste Fohlen bekommen. Meine Staatsprämienstute Xandra wurde von Chris gedeckt. Da habe ich leider kein Bild. Nadezda habe ich wieder zu Xenthe auf die Koppel gebracht. Und meine Lewitzer Stute Penelope wird diese Woche als Letzte noch von Monty gedeckt. Jetzt hilft nur noch Daumen drücken, damit wir im nächsten Jahr mit 4 gesunden Fohlen beglückt werden.
Am 20.06.15 war die Shetlandpony Fohlenschau. Ich hatte dieses Jahr nur ein Fohlen, was ich vorstellen konnte. Nadezda hat mir ein wundervolles Stutfohlen vom Xenthe geschenkt.
Das kleine Wunderwerk hat den Namen Gruhles Xanthi bekommen. Das ist neugriechisch und heißt "Die Blonde". Xandra war zwar vom Bernado gedeckt gewesen, aber sie hatte leider nicht aufgenommen. Der Hengst ist traurigerweise im Februar auch noch eingegangen.
Xanthi musste gleich nach ihrer Geburt schon verdammt viel rennen. Die Mutter war sehr unruhig gewesen und ist ständig über die Koppel gelaufen. Klein-Xanthi musste immer mit. Neben ihrem korrekten Körperbau hat vielleicht genau das dazu geführt, dass sie sich auf der Fohlenschau von ihrer besten Seite gezeigt hat. Sie wurde unter ca. 20 Stutfohlen das beste Fohlen und bekam einen Pokal. Das ist übrigens der erste Pokal, den ich überhaupt bekommen habe.
Freitag, 24. April 2015
Ausflug mit der Kutsche
Jeden Samstag eröffnet das Papaver Hofcafe seine Türen.
Zu einem leckeren Kaffee gibt es dort selbst gebackenen Kuchen. Jeden Samstag ist es eine andere Sorte und alle sind sehr lecker!
Das Cafe ist nicht weit weg von mir. Ca. 4km kann man zu Fuß oder eben auch mit der Kutsche bewältigen. Die Frage war nur noch, ob die Ponys dort unterkommen. Die Besitzerin war sehr hilfsbereit und so standen meine Ponys abgeschirrt im Vorgarten und haben beim Düngen des Rasens geholfen.
Mit meinen Ponys kann man glücklicherweise solche lustigen Dinge anstellen. Aber nach einer Stunde wurden sie auch unruhig und das Gras kürzer. Da haben wir wieder angespannt und sind noch eine Runde extra um den Klinker See gefahren und dann nach Ruthenbek rüber und nach zwei Stunden im flotten Trab waren wir wieder zu Hause.
Zu einem leckeren Kaffee gibt es dort selbst gebackenen Kuchen. Jeden Samstag ist es eine andere Sorte und alle sind sehr lecker!
Das Cafe ist nicht weit weg von mir. Ca. 4km kann man zu Fuß oder eben auch mit der Kutsche bewältigen. Die Frage war nur noch, ob die Ponys dort unterkommen. Die Besitzerin war sehr hilfsbereit und so standen meine Ponys abgeschirrt im Vorgarten und haben beim Düngen des Rasens geholfen.
Mit meinen Ponys kann man glücklicherweise solche lustigen Dinge anstellen. Aber nach einer Stunde wurden sie auch unruhig und das Gras kürzer. Da haben wir wieder angespannt und sind noch eine Runde extra um den Klinker See gefahren und dann nach Ruthenbek rüber und nach zwei Stunden im flotten Trab waren wir wieder zu Hause.
Dienstag, 14. April 2015
Xandra und Ratiena vor der Kutsche
Ich bin wohl doch ein "Gut-Wetter" Fahrer. Endlich wird es wieder einigermaßen warm und vor allem trocken. Die Insekten halten sich noch in Grenzen und somit haben wir eine wundervolle Zeit, um zu Fahren.
Der letzte Fahrversuch im Winter mit Arwi und Ratiena ist ja nicht so gut gelaufen. Ich war ein bisschen genervt von diesem Umstand und habe vorerst zu Hause gearbeitet, in der Hoffnung auf Besserung. Statt dessen hat sich herausgestellt, dass Xandra nicht tragend ist und ich habe sie dann mit Ratiena zusammen gespannt.
Ich war mir nicht sicher, ob das eine gute Idee ist. Als Mutter und Tochter kennen sie sich, aber das muss im Zweispänner nicht unbedingt etwas heißen. Wenn die Schrittlängen nicht passen, sie sich anzicken oder ungleichmäßig ziehen, dann macht das Fahren keine Freude. Doch zu meiner Freude hat es prima geklappt. Auch wenn im Schritt Ratiena mehr arbeitet, so zieht Xandra im Trab besser. Ganz gleichmäßig ist es ja nie, aber in dieser Zusammensetzung doch schon sehr gut.
Ich habe diesmal sicherheitshalber immer einen Beifahrer mitgenommen. Das ist nicht immer einfach. Da denkt man viele junge Mädchen würden sich für Ponys interessieren, aber wenn man jemanden sucht, dann sind plötzlich alle nicht mehr zu finden. Ich nehme kein Geld für eine Fahrbeteiligung und trotzdem hat sich noch niemand gefunden. In meinen Möglichkeiten unterrichte ich auch. Und so habe ich Bekannte und Verwandte abgeklappert und mit Gebettel immer jemanden zum Mitfahren bewegen können.
Da das Gespann so gut zusammen läuft, werde ich es so auch alleine fahren können. Allerdings gehen beide Stuten im Mai zum Hengst, so dass ich vermutlich bis Mitte Juni nur den Arwi zum Arbeiten habe. Dann werden wir beide aber hoffentlich voran kommen, um zusammen sicher den Straßenverkehr zu meistern.
Dienstag, 24. März 2015
Rossig
Ich habe ja ein Shetlandponyzucht, aber auf meinem Hof wohnen auch noch andere Pferderassen. Eine davon ist Penelope, eine Lewitzerstute.
Penelope stammt noch aus den alten Lewitzerlinien. Deswegen ist sie auch nicht besonders groß. Ihr Stockmaß beträgt 122cm. Bei der Eintragung 2013 wurde sie deswegen auch "nur" ins Stutbuch II eingetragen. Ansonsten wurde ihr aber ein schönes Aussehen bescheinigt. Eine Leistungsprüfung hat sie nicht gemacht.
Letztes Jahr haben wir versucht sie decken zu lassen. Aber bei einer Maidenstute ist das nicht ganz so einfach. Der ausgesuchte Hengst deckt nur an der Hand und das war ihr wohl unheimlich. Außerdem war ihre Rosse nicht besonders ausgeprägt, so dass es nicht zur Bedeckung kam. Im letzten Jahr ist das wohl aber mit vielen Stuten passiert.
Der ausgesuchte Hengst ist übrigens Monty *KLICK* vom Pferdehof Schörfke. Er stammt von den Deutschen Reitponys und den Pinto-Lewitzern ab. Es ist also eine vollkommen andere Abstammung als Penelope selbst. Überzeugt hat mich allerdings sein braves Temprament und vor allem seine kleine Größe. Ganz zu schweigen davon, dass er nicht zu weit weg von uns steht. So ein Lewitzer-Fohlen bringt beim Verkauf nicht so viel Geld ein, als dass man da vorher große Ausgaben für tätigen sollte.
Jetzt ist die Stute endlich rossig. Heute war die tierärztliche Untersuchung. Es wurde eine Tupferprobe genommen. Wenn keine Keime zu finden sind, dann geht es in 21 Tagen, bei der nächsten Rosse, wieder zum Hengst. Es ist also Daumen-Drücken angesagt.
Penelope stammt noch aus den alten Lewitzerlinien. Deswegen ist sie auch nicht besonders groß. Ihr Stockmaß beträgt 122cm. Bei der Eintragung 2013 wurde sie deswegen auch "nur" ins Stutbuch II eingetragen. Ansonsten wurde ihr aber ein schönes Aussehen bescheinigt. Eine Leistungsprüfung hat sie nicht gemacht.
Letztes Jahr haben wir versucht sie decken zu lassen. Aber bei einer Maidenstute ist das nicht ganz so einfach. Der ausgesuchte Hengst deckt nur an der Hand und das war ihr wohl unheimlich. Außerdem war ihre Rosse nicht besonders ausgeprägt, so dass es nicht zur Bedeckung kam. Im letzten Jahr ist das wohl aber mit vielen Stuten passiert.
Der ausgesuchte Hengst ist übrigens Monty *KLICK* vom Pferdehof Schörfke. Er stammt von den Deutschen Reitponys und den Pinto-Lewitzern ab. Es ist also eine vollkommen andere Abstammung als Penelope selbst. Überzeugt hat mich allerdings sein braves Temprament und vor allem seine kleine Größe. Ganz zu schweigen davon, dass er nicht zu weit weg von uns steht. So ein Lewitzer-Fohlen bringt beim Verkauf nicht so viel Geld ein, als dass man da vorher große Ausgaben für tätigen sollte.
Jetzt ist die Stute endlich rossig. Heute war die tierärztliche Untersuchung. Es wurde eine Tupferprobe genommen. Wenn keine Keime zu finden sind, dann geht es in 21 Tagen, bei der nächsten Rosse, wieder zum Hengst. Es ist also Daumen-Drücken angesagt.
Montag, 16. März 2015
Stammtisch
An diesem Wochenende war in unserer Familie eine Taufe. Wir waren alle eingeladen nach Kiel an die Ostsee. Nach einem schönen Gottesdienst gab es reichlich Essen vom Buffett in einer Gaststätte direkt am Strand. Die Hunde, die mit durften, haben sich gefreut. Dort war nicht nur menschlich was los, sondern der Strand war wohl auch ein Lieblingsausflugziel für andere Hundebesitzer. Ein toller Tag mit tollem Training.
Es erinnerte mich daran, dass ich gerade eine Dokumentation auf dem NDR gesehen habe.
100 Jahre Landleben - Mediathek des NDR
Auch dort wird von den Feierlichkeiten geredet, die im Dorf sehr wichtig waren. Damals bekam man keine Informationen durch das Internet. Und auch Fernsehen und Radio hatte nicht jeder. Auch wenn ich noch nicht so alt bin, kann ich mich an Bauernstellen erinnert, wo es wirklich nicht mal einen Radioapparat gab. So ging man zu den Feierlichkeiten oder in die Kneipe. Wobei ich annehme, dass die Frauen sich eher beim Waschplatz oder in der Molkerei trafen und weniger in der Wirtschaft. Das blieb wohl den Männern vorbehalten.
Doch auch wenn heute jeder seine Informationen überall erhalten kann, bleibt die Kneipe oft der Mittelpunkt des Dorfes. Unser Dorf besteht inzwischen aus 5 Gemeinden und es gibt nur noch eine Kneipe. Für mich sind das 4km Fahrt. Auch ich lasse mich dort ab und an am Stammtisch sehen, um die Geschichten zu hören, die es nirgends im Internet, Fernsehen oder Radio gibt. Und ja - der Stammtisch ist die Zentrale der Tratscherei. Was vielen Menschen unangenehm ist, macht den Unterschied auf dem Dorf aus. Man kennt sich, man redet miteinander und übereinander. Und dann kann man sich auch helfen. Dem Unbekannten Zugezogenen, der sich nicht vorstellt, wird auch nicht geholfen. In die Gemeinschaft muss man sich schon integrieren und dafür muss man aktiv etwas tun und sich auch in die Karten gucken lassen. Klar wird auch gelästert, aber es ist selten boshaft. Ein Dorf ist zu klein, um sich dauerhaft zu streiten.
Viele Rituale und Feiern, die früher ein "muss" waren, um zum Dorf dazu zu gehören, gibt es auch gar nicht mehr. Hier wird kaum noch am Sonntag in die Kirche gegangen. Und es wird auch mit Verständnis reagiert, wenn man nicht bei der freiwilligen Feuerwehr ist. Nicht an jedem "Brauchtumsfeuer" kann man teilnehmen, weil es viele andere Verpflichtungen gibt. Aber eine Karte und ein bisschen Geld gibt es immer in die Karten zur Jugendweihe, Konfirmation, Beerdigung oder Hochzeit. Im kleinen Supermarkt, dem ehemaligen Konsum, bleibt man einen Moment stehen und erzählt kurz ein bisschen. Auf der Straße wird gegrüßt, nach Möglichkeit mit Namen. Und wenn ein Umzug zum Erntefest ansteht, dann wird vorne gemäht und eine Kleinigkeit geschmückt. Das gehört sich einfach so und das gehört dazu.
Sonntag, 1. März 2015
Pony kämmen
Eigentlich ist das Putzen eines Ponys ja eher etwas alltägliches über das man oft gar nicht mehr nachdenkt. Im Zuge der Tatsache, dass ich mich mit meinen Ponys zur Zeit filme, habe ich auch einfach mal das Putzen gefilmt. Damit es nicht ganz so langweilig ist, habe ich das Tempo verdreifacht und lustige Musik darunter gelegt.
Zu erkennen ist nicht nur, dass ich die Mähne und Schweif gründlich kämme (das Ganze hat übrigens original 10 Minuten gedauert), sondern auch, dass das Pony vollkommen frei steht. Nur einmal stelle ich es um, damit man besser erkennen kann, was ich da tue. Ich verwende keinen Mähnenspray und auch sonst keine Pflegeprodukte. Das Kämmen hat also vermutlich auch ganz schön geziept. Beim Schnitt sind allerdings die Stellen, wo ich das Pony korrigiert habe, fast alle rausgefallen. Sehr oft war es auch nicht.
Die Ponydame ist zwar 20 Jahre alt, aber deswegen nicht langweilig oder immer willig sich alles gefallen zu lassen. Später am Tag hat sie vor der Kutsche auch mal nach mir gekeilt, weil ich sie nicht vom Gras fressen lassen wollte. Trotzdem hat sie sich das nervige Kämmen gefallen lassen. Am Schweif macht es ihr übrigens gar nichts aus, am Schopf mag sie es am wenigsten. Als Dankeschön wird sie immer wieder da gekrault, wo sie es mag. Dann fällt ihr das Still-Stehen leichter.
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